Bürgerrat zur Regional-Stadtbahn Neckar-Alb
Arbeitsstand

Auf dieser Seite wird der Arbeitsstand des Bürgerrats dargestellt.

Blau hinterlegte Abschnitte stammen aus der Feder des BürgerInnenrates, die Abschnitte mit weißem Hintergrund wurden vom Zweckverband gestaltet.

Knapp zusammengefasste Informationen zum Bürgerrat und zur Rekrutierung finden Sie hier.

BürgerInnenrat – wir stellen uns vor


Wir sind – wie Sie – an einer lebenswerten und zukunftsfähigen Region interessiert. Dies bedeutet für jede und jeden etwas anderes – so auch im vielfältigen und per Zufallsverfahren rekrutierten BürgerInnenrat!

Vor diesem Hintergrund geben wir laufend Rückmeldung zu den Regional-Stadtbahn-Plänen. Diese werden von uns ausgiebig diskutiert und wir befragen zu einzelnen Punkten auch externe ExpertInnen, um die Sachlage besser verstehen beziehungsweise einordnen zu können.

 

Wir möchten einen Beitrag leisten, dass „das Richtige richtig geplant wird“ – unsere Arbeit soll zudem einen Mehrwert für die Gesellschaft, den Klimaschutz und für eine nachhaltige Entwicklung in unserer Region darstellen.

Auch möchten wir dazu beitragen, dass die Bevölkerung verständlich und frühzeitig über das jeweils Anstehende informiert wird. Um dies zu erreichen, sprechen wir Stellungnahmen, Prüfaufträge sowie Hinweise für eine bessere Kommunikation aus. Nach bestem Wissen und Gewissen.

 

Die auf diesen Seiten veröffentlichten Empfehlungen & Hinweise sind jeweils als Momentaufnahmen zum jeweiligen Kenntnisstand im Rahmen des Projektes zu verstehen.

Sie bedürfen einer stetigen Überprüfung und Weiterentwicklung, um einen wirklichen Mehrwert für das Gesamtvorhaben zu bieten, da sich die Menschen und Anforderungen an das Projekt stetig weiterentwickeln. Eine zeitliche Begrenzung des BürgerInnenrates ist derzeit nicht geplant.

Wir sind 17 im August 2021 mittels Zufallsverfahren geloste Bürgerinnen und Bürger aus der Region Neckar-Alb. Der Zufall generierte eine sehr vielfältige Gruppe.

Der BürgerInnenrat und seine Arbeitsweise

Wir sind unabhängig!

Die Themen des BürgerInnenrates wählen wir selbst und legen Wert auf den Einbezug verschiedener Perspektiven.

Dabei sind wir offen für Anregungen jeglicher Art.

Wir informieren uns beim Zweckverband zum Vorhaben und zum aktuellen Planungsstand und hören (externe) Expertinnen und Experten an.

Wir haben seit August 2021 bis heute (24.01.2022) insgesamt sechs Mal digital getagt.

Begleitet und moderiert wird der Prozess von einem unabhängigen Moderationsteam aus Stuttgart, das von der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH kommt.

Informationen zur Arbeitsweise, Rekrutierung und Mandat des Bürgerrats finden sie hier:

Bürgerrat zur Regional-Stadtbahn Neckar-Alb: Verfahrenshinweise

Unsere Ergebnisse

Wir freuen uns der Öffentlichkeit und dem Zweckverband fortlaufend Bewertungen, Eindrücke und Impulse präsentieren zu können und sie auf diesen Seiten zu veröffentlichen.

Mit unserer Arbeit wollen wir einen Beitrag für eine verbesserte und nachhaltige Mobilität und Lebensqualität in der Region leisten.

Für eine Mobilität, die von möglichst vielen Menschen getragen und zukünftig auch genutzt wird.

Ergebnisse des BürgerInnenrates zum Download

In sechs Sitzungen seit August 2021 hat der Bürgerrat sich mit vielen Themen rund um die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb beschäftigt. Die zentralen Ergebnisse wurden in Präsentationen zusammengefasst:

Erster Bericht (09/2021) Zweiter Bericht (02/2022) Dritter Bericht (03/2023)

Grundsätzlich nehmen wir die Planungen zum Gesamtvorhaben Regional-Stadtbahn Neckar-Alb als sehr positiv für die Region wahr.

Wir wünschen uns eine ganzheitliche Planung und eine kooperative Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren. Wir glauben, dass viele Aufgaben nur dann erfolgreich erledigt werden können, wenn Kommunen, Verkehrsverbünde, Landesregierung, Stadtplanung, Region, weitere Mobilitätsanbieter und andere mehr intensiv zusammenarbeiten. Hierfür bedarf es eventuell neuer Formate. Die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb kann hierfür Modellcharakter haben.


Die Hinweise des Bürgerrates werden nicht nur auf dieser Seite präsentiert, sondern nehmen Einzug in das Gesamtprojekt. Stammt eine Idee aus dem Bürgerrat oder wurde der Fokus besonders auf ein Thema gelenkt, wird dieser Aspekt in Zukunft mit dem nebenstehenden Icon gekennzeichnet.


Begrüßung des Zweckverbands

Wir haben einen Bürgerrat ins Leben gerufen!

 

„Ich freue mich im Namen der Verbandsversammlung eine so vielfältige Gruppe begrüßen zu dürfen! Und ich bin froh und dankbar über Ihre Zusage zur Unterstützung, die Mobilität in Region zwischen Neckar und Alb auf ein zukunftsfähiges Niveau zu bringen!“ Mit diesen Worten habe ich den unabhängigen Bürgerrat am 26. August 2021 in unserer ersten digitalen Sitzung begrüßt.

 

Die Bevölkerung in der Region wächst. Gleichzeitig – und trotz der neuen Möglichkeiten, Dinge digital zu erledigen – nimmt der Wunsch nach Mobilität in der Region zu. 

Auch steigen die Anforderungen an die Mobilitätsangebote: Mobilität soll komfortabel, klimaneutral und finanzierbar für Region und alle Nutzer und Nutzerinnen sein.

Speziell für die geplante Regional-Stadtbahn gibt es zudem viele weitere Anforderungen: Anwohner und Anwohnerinnen sollen beispielsweise durch Lärm weniger beeinträchtigt sein als bei einer Bundesstraße; die Stadtbahn soll kombinierbar mit anderen Transportmitteln wie Bus, Fahrrad und Auto sein.

All diese Anforderungen fließen in die Planungen für die Regional-Stadtbahn ein.

Dafür arbeiten einerseits Fachleute, Politik und Verwaltung mit viel Expertise für das Projekt. Aber eine Frage können auch die Expertinnen und Experten nicht ohne Hilfe beantworten: „Wie wollen wir leben und was bedeutet das für das Stadtbahnprojekt?“. Dafür ist der Bürgerrat da.

Stadtbahn ist nicht gleich Stadtbahn und die Herausforderung liegt wie immer im Detail.

Es sind viele Fragen offen, die wir für ein Gelingen der anstehenden Umsetzung beantworten müssen. Zu zahlreichen Punkten bekommen wir bereits seit August 2021 wertvolles Feedback aus dem Bürgerinnenrat.


Meist geht es um zwei Bereiche, in die man das Feedback des Rates strukturieren kann:

 

  • Alltagswissen! Die Teilnehmenden des Bürgerrats wissen, wie eine Regional-Stadtbahn aussehen muss, die in ihren Alltag passt und praktikabel ist. Sie hinterfragen - mit ihrem Alltagswissen - unsere Planungen! Wenn ihnen etwas komisch vorkommt, sprechen die Bürgerinnen und Bürger „Prüfaufträge“ an uns aus. Diese nehmen wir sehr ernst.

 

  • Verbesserung der Projektkommunikation und Beteiligungsformate. Der Bürgerrat hilft uns, blinde Flecken zu erkennen, beispielsweise, frühzeitiger zu kommunizieren als es das Planungsrecht vorschreibt und vor allem Dinge aufzugreifen, die für die Öffentlichkeit besonders relevant sind.

 

Der Bürgerrat ist somit für unsere Arbeit eine wichtige Ergänzung zu den gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik und zu den Expertinnen und Experten geworden. Für uns eine Art „Think Tank“, der mit unterschiedlichsten Blickwinkeln unser Projekt bereichert. Wir wurden mehrfach vom Bürgerrat ins Nachdenken gebracht und Planungen wurden – wo möglich – verbessert.

Wir freuen uns, dass es den Bürgerrat zur Regional-Stadtbahn gibt und möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.

 

Auf dieser Internetseite finden Sie Impulse und Anregungen des Bürgerrates.

Falls Sie Fragen dazu haben, können Sie sowohl uns (info@regional-stadtbahn.de), als auch den Bürgerinnenrat (buergerrat@kommunikationsbuero.com) gerne kontaktieren!

 

Beste Grüße,

Ihr Eugen Höschele

Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb

Was der Zweckverband aus dem Bürgerrat mitgenommen hat...

Für eine Verbesserung unserer Kommunikation haben wir mitgenommen…


Wir wollen weiterhin stets sachlich informieren, Kommunikation betreiben, die den Nutzen der Regional-Stadtbahn in den Mittelpunkt unserer Kommunikation setzt, und dabei transparent und glaubwürdig bleiben.

Insbesondere wollen wir erklären, warum wir Bahnstrecken, die einst stillgelegt wurden, für die Regional-Stadtbahn reaktivieren und neue Verbindungen planen,

und dabei gezielt auf die Bedenken der Bürger eingehen.


Wir wollen unsere Vorfreude auf die Regional-Stadtbahn besser sichtbar machen und positive Emotionen wecken.

Wie wollen wir das umsetzen?



  • Transparenz: Umfassende Planungsunterlagen werden auf der Website veröffentlicht
  • Erleben: Die Regional-Stadtbahn soll mit Planer-Spaziergängen und Exkursionen bereits heute erlebbar gemacht werden
  • Mitmachen: Lokale Bürgerbeteiligung

Für weitere Beteiligungsformate im Rahmen des Gesamtvorhabens haben wir mitgenommen…


Die Erfahrungen aus dem Bürgerrat haben uns darin bestärkt die Bürger als Experten vor Ort möglichst früh und zu möglichst vielfältigen Themen in die Planungen einzubeziehen.

Wie wollen wir das umsetzen?



  • Fortführung des Bürgerrats zum Gesamtprojekt mit einer engen Verzahnung in die lokale Bürgerbeteiligung
  • Zusätzliche Stelle für Bürgerbeteiligung beim Zweckverband
  • 2022 starten wir in die lokale Bürgerbeteiligung zunächst entlang der Talgangbahn, der Gomaringer Spange, im Echaztal und in der Reutlinger Innenstadt

Was tut der Zweckverband um die Hinweise des Bürgerrats weiterzuverfolgen?

Der Bürgerrat hat viele wertvolle Themen eingebracht, interessante Fragen aufgeworfen und hilfreiche Hinweise gegeben. Der Zweckverband hat diese Anregungen aufgenommen und in Überlegungen eingebaut. Anhand einiger Beispiele zeigen wir hier, welche Anregungen der Bürgerrat gegeben hat und wie diese durch den Zweckverband aufgegriffen werden:

Was tun wir um die Zuverlässigkeit (Resilienz) der Bahn zu erhöhen?


  • Der besondere Fokus, den der Bürgerrat auf das Thema Zuverlässigkeit gelegt hat, war ein wichtiger Denkanstoß für das Planer-Team
  • In folgenden Aspekten haben wir das Thema aufgegriffen:
  • Wir werden bei der weiteren Planung die Haltestellen für den Schienenersatzverkehr gleich „mitplanen“
  • Wir wollen in unseren Planungsleitlinien auf zusätzliche Gleiswechsel achten, die nicht unbedingt für den Regelbetrieb gebraucht werden. Bei Störungen gibt es dann mehr Möglichkeiten, außerplanmäßig zu wenden, damit die Strecken für Schienenersatzverkehr kurz gehalten werden.
  • Wir berücksichtigen in der in Arbeit befindlichen Abstellkonzeption zusätzliche Gleise, damit man ein Schadfahrzeug „schnell von der Strecke bekommt“
  • Wir berücksichtigen eventuelle Umleitungsverkehre bei der Auslegung der Strecken (z.B. zwischen Reutlingen und Tübingen)
  • Wir denken zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten für Verspätungen auf eingleisigen Strecken mit (z.B. Hechingen Süd)
  • Bei den folgenden Themen werden wir außerdem den Fokus besonders auf die Zuverlässigkeit legen:
  • Wahl und Ausgestaltung des Standorts unserer Werkstatt
  • Überlegungen zum zukünftigen Betreiber
  • Wir wollen für die Planfeststellungsverfahren jeweils auch ein Störfallkonzept erarbeiten, in dem unter anderem dargestellt wird, welche Ersatzmaßnahmen bei einer Streckensperrung ergriffen werden

Was tun wir um die Attraktivität des Haltestellenumfelds zu erhöhen und die Erreichbarkeit der Haltestelle zu erleichtern?


  • Alle Haltestellen stellen Knotenpunkte zwischen den Verkehrsmitteln dar; als solche sollen sie auch betrachtet werden
  • Weil es uns wichtig ist, wie die Menschen bis zur Regional-Stadtbahn kommen, denken wir auch die Anschlussmobilität mit (z.B. Abstellanlagen, Sharing-Modelle)
  • Gute Haltestellengestaltung heißt für uns, Angsträume zu verhindern, und die Sicherheit in den Fokus zu nehmen
  • Haltestellen sind Orte mit mehreren Funktionen; eine Haltestelle kann z.B. gleichzeitig Paketstation, Lieferpunkt für Lebensmittel oder Blumen sein – selbstverständlich barrierefrei
  • Wir prüfen vorhandene Best Practice-Beispiele intensiv, z.B. den  "Leitfaden für gute Wege zur Haltestelle" des VCD

Was tun wir um verkehrsmittelübergreifende, einfach bedienbare und preislich attraktive Apps & Tickets zu installieren?


  • Wir verstehen die entscheidende Rolle, die der Bürgerrat dem Ticketing zumisst
  • Daher haben wir den naldo, der in unserer Region für die Tarife zuständig ist, auch direkt in den Bürgerrat eingeladen; so kommen die Prüfaufträge direkt an der richtigen Stelle an
  • Anregungen aus dem Bürgerrat sind z.B. flexible, bedarfsorientierte Ticketmodelle und maximale Preistransparenz
  • Wir werden daran mitarbeiten, dass die Verknüpfung unterschiedlichster Verkehrsmittel in einer Mobilitäts-App und über eine einheitliche Buchungsplattform gelingt; das ist dem Bürgerrat sehr wichtig
  • Verkehrsmittelübergreifende Tickets spielen eine zentrale Rolle; es soll beim Ticket keinesfalls eine "Insellösung" für die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb angestrebt werden

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